Psychoanalytische Kulturkritik und die Seele des Menschen. Essays über Bruno Bettelheim

http://www.psychosozial-verlag.de/281

Mitarbeit an: David James Fisher (Hg.) (2003): Gießen (Psychosozial-Verlag)

Inhaltsverzeichnis & Infos: http://www.text-galerie.de/buch_fisher.htm

REZENSIONEN

Neue Züricher Zeitung, 16.11.2003 - Peter Schneider:

Ganz ohne Enthüllungsfuror hingegen kommt ein jetzt erschienenes Buch aus, das der amerikanische Historiker und Psychoanalytiker David James Fisher aus mehreren von ihm in den neunziger Jahren verfassten Essays zu Bruno Bettelheim zusammengestellt hat. Der äußere Anlass der Veröffentlichung ist dessen 100. Geburtstag Ende August dieses Jahres. Aus freundschaftlicher Nähe, aber durchaus nicht ohne kritische Distanz stellt Fisher Bettelheims Beiträge zur psychoanalytischen Theorie, zur Kinderpsychologie und zum Verständnis des Nationalsozialismus, des Holocausts und seiner psychischen Folgen für die Überlebenden dar. Bereits 1943 hatte Bettelheim in einem langen Artikel über „Individuelles und Massenverhalten“ die spezifische Form der Traumatisierung der KZ-Insassen analysiert.“ Mehr: http://www.text-galerie.de/index_kaufhold.htm

 

Psychosozial 4/2004 - Thomas Aichhorn:

Bruno Bettelheim (1903-1990), dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, galt über viele Jahre unangefochten als der berühmteste psychoanalytische Pädagoge. Er hatte, um zum Anwalt von hilflosen, leidenden Kindern werden zu können, sein Herz und seinen Verstand, seine Kenntnisse der Psychoanalyse sowie seine traumatischen Erfahrungen im Konzentrationslager eingesetzt. Sein Ruhm beruhte nicht nur auf seiner jahrelangen Arbeit an der „Orthogenic School“ der Universität von Chicago, die er von 1944 bis 1973 geleitet hat, sondern auch auf seinen Erfolgen als Autor, mit seinen 16 Büchern, die er in den Jahren von 1950 – 1990 veröffentlicht hat. 
Wenige Monate nach seinem Freitod, den er nach langer, schwerer Krankheit gewählt hat, kam es in der Beurteilung der Persönlichkeit dieses bis dahin weltweit gefeierten und bewunderten Mannes zu einem radikalen und plötzlichen Wandel. Einige seiner früheren Schüler und Mitarbeiter haben schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben. Sie klagten ihn in einer massenmedial organisierten, selbstgerechten und destruktiven Hetze an, die Erfolge seiner „Schule“ erfunden oder übertrieben und die ihm anvertrauten Kinder brutal behandelt zu haben. Sie behaupteten überdies, seine Bücher seien Plagiate, er hätte über seine Vergangenheit gelogen, und sie verurteilten ihn überaus heftig wegen seines Freitodes. 

Aus Anlass des 100. Geburtstages Bruno Bettelheims erscheinen nun die Bettelheim-Studien des amerikanischen Historikers und Psychoanalytikers David James Fisher erstmals auf Deutsch; unter Mitarbeit der Bettelheim-Forscher Roland Kaufhold und Michael Löffelholz. Diese haben dem Buch auch eine sehr umfassende und instruktive Einführung vorangesetzt, in dem David James Fishers intellektueller - gleichermaßen von den USA als auch von Europa geprägter - Werdegang wie auch dessen Schriften dem deutschsprachigen Leser nahegebracht wird. 
Fishers Anliegen in seinen hier gesammelten acht Studien ist es, Bettelheim und seinem Werk gerecht zu werden. Was ihn dazu befähigt und motiviert, seine Erfahrungen mit Bettelheim den schrillen Stimmen der Ankläger entgegenzusetzen, beschreibt er im 5. Kapitel des vorliegenden Bandes, das er Hommage an Bettelheim nennt, folgendermaßen: 

„Ich lernte Bruno Bettelheim in jenen Jahren kennen, als sich sein Leben dem Ende zuneigte. Vieles trennte und Vieles verband uns. Wenn ich auch nicht seine Muttersprache mit ihm teilte und teilen konnte, ebenso wie seine klassische Erziehung an der Universität in Wien, sein Alter, seine einzigartige geschichtlichen Erfahrungen, den Holocaust, seine Emigration in die USA und seine einzigartige Arbeit mit schwer gestörten Kindern, so teilte ich mit ihm einen tiefempfundenen Antifaschismus, das Bekenntnis zur Laienanalyse, die Begeisterung für psychoanalytische Hermeneutik, die Anteilnahme an zeitgenössischer Geschichte und das Interesse, bohrende Fragen zu stellen.“ 

Fisher beschreibt in diesem Kapitel den Bettelheim, den er gekannt und geschätzt hat: Er erinnert an einen Mann von großer Ernsthaftigkeit, intellektueller Seriosität und emotionaler Tiefe, der vom tragischen Gewicht seiner lebensgeschichtlichen Erfahrung - vor allem von seiner Erinnerung an den deutschen Faschismus und die Konzentrationslager - gezeichnet war. Er schildert ihn als ein wenig unnahbar, humorvoll, intolerant der Verrücktheit und Dummheit der Menschen gegenüber, selbstkritisch und diszipliniert, was ja auch durch die Qualität und Quantität seiner Veröffentlichungen bezeugt ist.  Aber er lernte ihn auch verbittert und oft bis hin zu Selbstmordgedanken verzweifelt kennen. Nach der Krankheit und dem Tod seiner Frau 1984, nach Konflikten mit seinen Kindern und nach einem leichten Schlaganfall, der seine Möglichkeiten so weit eingeschränkt hatte, dass ihm das Schreiben zur Mühe geworden war und er befürchten musste, nicht länger in der Lage zu sein, neue und originelle Gedanken hervorbringen zu können, wollte er nicht länger leben. Bettelheim sprach mit Fisher offen über seine Selbstmordabsichten: „Mir war klar“, berichtet Fisher, „dass er sie erforscht, durchdacht und sich selbst überzeugt hatte, dass dies der einzige couragierte Ausweg war, der einzige würdige Weg für ihn in dieser Phase seines Lebens. Er wusste, dass er sein schöpferisches und wissenschaftliches Werk vollendet hatte.“

Bettelheims Werk steht, darauf weist Fisher immer wieder hin, in der Tradition der psychoanalytischen Kulturkritik, und es ist durch seine Fähigkeit bestimmt, sowohl für Fachleute als auch für ein breites Lesepublikum zu schreiben. Bettelheim wollte mit seinen Schriften eine möglichst große Wirkung erzielen. Er wollte irritieren und zur Antwort, zum Dialog provozieren. Es sei nicht seine Absicht gewesen, meint Fisher, Konsens herzustellen, sondern er sei der Außenseiter geblieben, der wohldurchdachte Angriffe auf diverse Establishments vollführt und durchaus mit Absicht konformistische Ansichten stört. Mit aller Entschiedenheit hat Bettelheim etwa, bereits zu einer Zeit, als solche Ansichten in den USA absolut verpönt waren, in der Frage der so genannten „Laienanalyse“ den Standpunkt Freuds vertreten. Freud hatte bekanntlich befürchtet, es werde dazu kommen, dass die Psychoanalyse von der Medizin verschluckt werden wird, dass sie den Ärzten vorbehalten sein werde, was dann ja auch für lange Zeit der Standpunkt der Amerikanischen Psychoanalytischen Vereinigung war. Freuds Stellungsnahme ist umso entscheidender, als gerade im Bereich der Psychoanalytischen Pädagogik zum Großteil Nichtmediziner arbeiteten und arbeiten (s. Aichhorn 2003Kaufhold 2001).

Im ersten Kapitel seines Buches - Psychoanalytische Kulturkritik und die Seele - führt Fisher den Leser in einfühlsamer Weise in die Gedankenwelt Bettelheims ein. Er stellt die Vielfalt der Themen vor, mit denen er sich in seinen Schriften beschäftigt hat und fasst seine wesentlichen Ideen prägnant zusammen. Bettelheim hat sich mit dem Phänomen des Antisemitismus und der Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten auseinandergesetzt, und er hat vor allem, ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen in Dachau und Buchenwald, wo er im Jahr 1938 / 39 festgehalten worden war, über das Leben im Konzentrationslager geschrieben. Mit seiner Arbeit von 1943 Individuelles und Massenverhalten in Extremsituationen - Individual and Mass Behavior in Extreme Situations - hat er, wie Fisher betont, den nach wie vor vielleicht umstrittensten Bericht über Konzentrationslager in der bisherigen Literatur vorgelegt.
Bettelheim wendet sich in seinen Arbeiten gegen jegliche nachträgliche Banalisierung oder Sentimentalisierung und gegen jegliche ideologische oder propagandistische Verwendung des Geschehenen. Die Lehre, die er aus seinen Erfahrungen im Konzentrationslager gezogen hat, besteht in der Erkenntnis, dass die moderne Massengesellschaft mit ihren technischen und wissenschaftlichen Ressourcen die Tendenz hat, Individualität auszulöschen, die Menschen mit massiver Entfremdung und Beherrschung zu bedrohen. Das Individuum verliert zunehmend seine Autonomie und kann seine lebenswichtigen Entscheidungen nicht mehr frei treffen. 
Ich meine, dass sich diese Erkenntnis Bettelheims in der Unfähigkeit seiner Kritiker, die die Entscheidung des 88jährigen, kranken und nicht mehr arbeitsfähigen Mannes zum Selbstmord nicht akzeptieren konnten, auf tragische Weise bewahrheitet hat. 
Auf dem Hintergrund seiner jahrelangen Erfahrung in der „Orthogenic School“ war Bettelheim um die Integration seiner pädagogischen und therapeutischen Ansätze bemüht. Er hoffte damit zu einem besseren Verständnis und zu einer sinnvolleren Behandlung von Problemkindern beitragen zu können. Seine Arbeiten über Kinder bezeugen sein unablässiges Engagement, sich mitfühlend auf ihre konkreten Erfahrungen und auf ihre inneren und äußeren Nöte und Kämpfe einzulassen. Seine klinische Philosophie fordert, dass der Therapeut warmherzig und spontan zu sein hat, dass er fähig sein muss, emotionale Nähe zum Kind herzustellen. Die Arbeit an seiner „Orthogenic School“ war geprägt vom empathischen Verstehen von scheinbar unbehandelbaren Kindern und Jugendlichen - schizophrener, antisozialer und autistischer – und vom psychoanalytischen Verständnis für das optimale therapeutische Milieu, wie er es in Wien vor seiner Emigration im Umfeld der Psychoanalytischen Pädagogen kennen gelernt hatte. 
In seiner Arbeit Freud und die Seele des Menschen (1983) hat Bettelheim das schwer zu fassende Problem von Freuds Sprache zu seinem Thema gemacht. Er geht davon aus, dass die Sprache, die Freud in seinen Arbeiten verwendet hat, für das richtige Verständnis seiner theoretischen Orientierung von ausschlaggebender Bedeutung ist. Bettelheims Strategie bestehe darin, schreibt Fisher, dass er selektiv auf entscheidende Fehlübersetzungen von Freuds Werk aus dem Deutschen ins Englische aufmerksam gemacht hat. Freud habe die Psychoanalyse nicht dazu entwickelt, um das Leben zu erleichtern, isolierte Symptome “heilen“ zu können oder um an einen vorgegebenen gesellschaftlichen Rahmen anzupassen. Die Einsichten der Psychoanalyse verletzen die gewohnte Selbstliebe und Selbstachtung, weil sie einen grundsätzlich unabschließbaren Prozess in Gang setzt, der auch vor der Erforschung von beschämenden, inzestuösen und destruktiven inneren Kräften keinen Halt macht.

Im zweiten Kapitel seines Buches - Zum psychoanalytischen Verständnis von Faschismus und Antisemitismus: Schriften aus den 40er Jahre (Otto Fenichel, Ernst Simmel, Erik H. Erikson, Rudolf Löwenstein und Bruno Bettelheim) - zeigt Fischer, wie sehr die Arbeiten dieser Autoren von ihren Lebensgeschichten beeinflusst worden sind. Vor dem Antisemitismus der Nationalsozialisten geflohen, waren sie in die USA emigriert. Obwohl sie die jüdische Tradition und die jüdische Religion abgelegt hatten, waren sie doch als Juden wahrgenommen und vertrieben worden. Um antisemitische Kampagnen in ihren neuen Heimatstätten zu verhindern, waren sie an einer Bewältigung des Antisemitismus interessiert. Ihren europäischen sozialistischen Internationalismus hinter sich lassend, haben sie sich für die friedvollen Reformen und für die Erziehungspolitik in Amerika engagiert, sie haben anstelle von Marx und den anderen Klassikern des europäischen Marxismus nun Franklin D. Roosevelt zitiert. Mit ihren Texten, schreibt Fisher, wollten sie Akademiker, Staatsmänner, regierende Eliten und Ärzte belehren und die Art und Weise der Kindererziehung beeinflussen. 

Im dritten Kapitel Spielen und Erziehen: Eine kritische Analyse von Bettelheims "A good-enough Parent“ - erinnert Fisher an die zwei Erlebnisse, die Bettelheims späteres Leben bestimmt haben: an seine Erfahrungen im Umkreis der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung - und da vor allem eben der Psychoanalytischen Pädagogik - und an seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Im Konzentrationslager hatte Bettelheim beobachtet, wie er selbst und die anderen auf die erniedrigenden, traumatischen Lebensverhältnisse, auf die Auflösung und Zerstörung, auf den Verlust von Autonomie und Recht reagierten. Als Überlebender, als einer, der vor den Nationalsozialisten gerettet worden war, hatte er sich dazu entschlossen, all seine Energie aufzuwenden, um psychisch gestörten Kindern zu helfen. Er wollte die Funktion der Konzentrationslager umkehren und ein optimales therapeutisches Milieus für schwer traumatisierte Kinder schaffen, eine heilende Umgebung, in der ihr absonderliches, gewalttätiges oder wahnhaftes Verhalten und Denken verstanden und ihr Leid zu mindest gemildert werden konnte.
Bettelheims spätere Schriften sind darauf ausgerichtet Lösungen für das Dilemma vorzuschlagen, in dem sich Eltern befinden, die durch die Aufgabe, die die Kindererziehung darstellt, belastet sind. Fisher bezeichnet Bettelheims Schriften zur Erziehung als eine „Literatur der Weisheit“, die die Aufgabe hat „zwischen Eltern und Kind zu vermitteln, die Konflikte zwischen innerpsychischen Strukturen zu übersetzen und uns vor dem Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft zu warnen.“ 
Bettelheims Aufforderung, die Bedeutung der Spiele der Kinder zu verstehen, kann als Versuch gesehen werden, eine Brücke des Verstehens zwischen Eltern und ihren Kind zu bauen.

In den nächsten Kapiteln - Ein letztes Gespräch zwischen Bruno Bettelheim und David James Fisher;  Hommage an Bettelheim (1903-1990);  Der Selbstmord eines Überlebenden. Einige private Wahrnehmungen zu Bruno Bettelheims Freitod - werden Gespräche, die Fisher mit Bettelheim geführt hat, wiedergegeben und Überlegungen, zu denen ihn Bettelheims Persönlichkeit angeregt hat. 
Ihre Freundschaft, die von April 1988 bis Januar 1990 dauerte, war von Bettelheims zerbrechlicher, kränklicher Gestalt, von seiner Depression und von seiner Angst gezeichnet. Fisher berichtet, dass Bettelheims zentrale Beschäftigung während seiner letzten Lebensjahre dem Selbstmord galt. Es deprimierte ihn, dass er seine körperlichen und geistigen Aktivitäten einschränken musste, und er war zutiefst niedergeschlagen über das Schwinden seiner Kreativität. „Ich bin überzeugt“, schreibt Fisher, „dass die Angriffe auf Bettelheims klinische und intellektuelle Reputation seit seinem Suizid zumindest teilweise aus dem Zorn und der Wut resultieren, die von den Gefühlen des Verlustes ausgelöst wurden, und zwar von Seiten seiner Verleumder wie seiner Verteidiger, mich selbst eingeschlossen.“ 

In den letzten beiden Kapiteln - Offener Brief an Newsweek (mit Rudolf Ekstein);  Polemiken und meine Antworten an einige von Bettelheims früheren Patienten - geht Fisher ausführlich auf die Kontroverse, die nach Bettelheims Tod (vor allem in den USA) geführt worden ist, ein. Er beschreibt die vollkommen unverhältnismäßige Attacken, die unsachliche und verleumderische Art und Weise in der von Journalisten und ehemaligen Patienten über Bettelheim nach seinem Tod geschrieben worden ist. Die unverschämte Wut auf Bettelheim sei unglaubwürdig und es scheine keine Grenze der verurteilenden Verleumdungen zu geben. Jeder vernünftige Dialog über Bettelheims Ideen und ihre historische Bedeutung sei durch einen Journalismus, der nur auf die Sensation aus gewesen sei, unmöglich gemacht worden. Abschließend schreibt Fisher: „Dazu genötigt würde ich mich als kritischer Bewunderer Bettelheims bezeichnen. Ich bewunderte seine Gelehrsamkeit, und die Fragen die er in seinen populären Schriften aufwarf, sowie seine Fähigkeit schwer fassbare klinische und historische Probleme zu untersuchen und darzustellen. Probleme, die möglicherweise ethischer Natur waren. Weder als private noch als öffentliche Person war Bettelheim auf die Notwendigkeit geliebt zu werden angewiesen. Als bekannte Persönlichkeit, die kein Blatt vor den Mund nahm, und oftmals dem Zeitgeist widersprach, wurde er zur Zielscheibe großen Neids. Doch im Grunde war er ein Lehrer der wünschte, dass seine Gedanken und Methoden studiert und individuell angewandt werden. Gleichfalls hoffte er, dass seine Lehren überdacht, überarbeitet und modifiziert werden würden.“

Das Buch ist als ausführliche, einfühlsame Einführung in die Gedankenwelt Bruno Bettelheims zu empfehlen. Vor allem anderen aber stellt es das Zeugnis der bewundernden Freundschaft des Autors zu Bruno Bettelheim dar, dem er mit diesen Studien ein würdiges Denkmal gesetzt hat.

Thomas Aichhorn (Wien)

Literatur: Thomas Aichhorn (Hg., 2003): Zur Geschichte der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung 1938 - 1949, Bd. I und II, Luzifer-Amor Nr. 31 und 32. Tübingen (edition diskord). Roland Kaufhold (Hg. 1999): Ernst Federn - Versuche zur Psychologie des Terrors. Material zum Leben und Werk von Ernst Federn. Gießen (Psychosozial-Verlag). Roland Kaufhold (2001): Bettelheim, Ekstein, Federn: Impulse für die psychoanalytischpädagogische Bewegung. Gießen (Psychosozial-Verlag). James David Fisher ist Professor für klinische Psychiatrie an der UCLA School of Medicine, Senior Faculty Member des Psychoanalytischen Instituts in Los Angeles sowie Trainer und Supervisor am Institute of Contemporary Psychoanalysis Thomas Aichhorn Enkelkind von August Aichhorn, arbeitet in Wien bei der WPV (Wiener Psychoanalytische Vereinigung). Link: http://www.suesske.de/pdf/aichhorn_fisher-bettelheim.pdf

 

Jüdische Allgemeine, 28.8.2003 - Klaus Brath:

„Doch wer war, welche Bedeutung hatte Bruno Bettelheim wirklich? (...) Bettelheims äußere Entwicklungslinien offenbaren nicht viel. Wer sich seinem vielschichtigen Wesen und Werk annähern will, erhält nun gute Gelegenheit dazu. Aus Anlaß von Bettelheims hundertsten Geburtstag veröffentlicht der amerikanische Kulturhistoriker und Psychoanalytiker David James Fisher dieser Tage eine Sammlung von Essays. Fisher, dem sich Bettelheim gegen Ende seines Lebens freundschaftlich anvertraut hatte, würdigt in seinem Buch den Psychologen kenntnisreich, intim und illusionslos als "Mann von wesenhaftem Paradox." Mehr: http://www.text-galerie.de/index_kaufhold.htm